Zwölf Bilder, zwölf Momentaufnahmen aus einem Januartag
Ankommen im Tag
Seit letztem Januar bin ich bei Judith Peters in ihrer Content Society. Es macht mir große Freude, dort zu lernen, zu bloggen und mir Schritt für Schritt etwas aufzubauen. Montags ist immer unser Wochencall – so bin ich auch heute in den Tag gestartet.
https://judithpeters.de/

Judith macht den Call inzwischen oft auf dem Laufband. Als Rhetoriktrainerin frage ich mich, ob ihr bewusst ist, was das bei den Zuschauerinnen auslöst. Für sie ist es ein gutes Sportprogramm. Mich macht es unruhig. Ich habe gemerkt, dass ich damit am besten klarkomme, wenn ich diese Unruhe in Bewegung übersetze: Ich stricke nebenher. Bald sind die nächsten Socken fertig.
Socken, Wolle und Qualität
Apropos Socken. Man soll ja nicht sagen, dass früher alles besser war. Aber bei Sockenwolle habe ich genau dieses Gefühl. Früher war sie stabiler. Heute sind die Socken kaum fertig gestrickt, da zeigen sich schon die ersten Löcher.

Ich habe mich gefragt, wie das sein kann. ChatGPT sagt: andere Ansprüche an Weichheit, „verbesserte“ Verarbeitung, anderes Futter für die Tiere. Ehrlich gesagt wollte ich mich gar nicht so intensiv damit beschäftigen. Aber offenbar lohnt es sich doch, auf Fadenstärke, Abrieb und spezielle Wollqualitäten zu achten.
Grünes Frühstück
Zum Frühstück essen wir inzwischen häufiger etwas Grünes. Ganze Salatblätter bilden die Grundlage, darin wickeln wir Ackersalat, Petersilie, Paprika, Spinat oder Tomaten. Früher wäre das für mich undenkbar gewesen. Heute sind ein paar Spinatblätter eine gute, leckere Abwechslung.

Auf dem Tisch steht immer noch unser Weihnachtsstern.
Nähe und Wertschätzung
Wir haben ihn von unserem jungen Bio-Bauern aus dem Ort bekommen. Er baut Bio-Gemüse an. Die Produkte sind sehr lecker, die Stimmung auf dem Hof ist gut, die Preise eher gehoben. Für mich passt das: gute Lebensmittel aus der Nähe – und einen jungen Menschen beim Aufbau seiner Zukunft unterstützen.

Wenn ich den Weihnachtsstern heute anschaue, denke ich an eine Reise nach Nepal vor einigen Jahren. Dort waren Weihnachtssterne keine Topfpflanzen, sondern ganze Bäume. Wie unterschiedlich Dinge in verschiedenen Ländern aussehen können – und wie vertraut sie sich trotzdem anfühlen.
Zeit fühlen
Nach dem Frühstück habe ich meinen Kalender zur Hand genommen. Ich führe zusätzlich einen manuellen Kalender – zur Sicherheit und für den schnellen Überblick. Mein Gefühl dafür, was ansteht, bekomme ich darüber deutlich leichter, auch wenn es doppelter Aufwand ist.
Ja, ich weiß: Dadurch entstehen mehr Fehlerquellen. Trotzdem hilft mir der handschriftliche Kalender, Zeit zu fühlen. Außerdem stehen dort Notizen, wenn mir etwas wichtig ist.
Notizen zum ehrlichen Mitteilen
Beim Blick in meinen Kalender bin ich über meine Notizen zum ehrlichen Mitteilen nach Gopal Norbert Klein gestolpert. Diese kleinen Erinnerungen helfen mir sehr, klar und bei mir zu bleiben.
https://gopalnorbertklein.de/

Auf dem Foto sind die Notizen nicht vollständig zu sehen, aber sie erfüllen ihren Zweck.
Kreativer Abzweig
Bei Simone Abelmann war ich ein Jahr in der Funny Sketchnotes World. Das Zeichnen mit ihr macht wirklich Freude – leicht, spielerisch und sehr zugänglich.
https://www.simoneabelmann.com/

Ich male auf Karten, die ich hervorhole, wenn Feste oder besondere Anlässe anstehen, und wähle dann aus, was für die jeweilige Person passt. Diese Figur ist für meinen kleinen Enkel gedacht. Er wird bald sieben.
Abschied von 2025
Dann stand Büroarbeit an. Bevor ich gefunden habe, was ich suchte, bin ich über den Kalender „Nord- und Ostsee · Meerblicke“ von 2025 gestolpert. Was macht man mit so etwas?

Früher habe ich solche Kalender wegen der schönen Fotos aufbewahrt. Aber wozu? Sie liegen herum, ohne genutzt zu werden. Also: schade. 2025, Nord- und Ostsee – vorbei. Weg damit.
Altlasten
Ich suchte weiter nach Unterlagen und stieß auf die Schwefelkur und auf Human Design. Beides hat noch keinen festen Platz. Will ich die Unterlagen zur Schwefelkur aufbewahren? Ich habe sie vor Jahren gemacht, in der Annahme, mir etwas Gutes zu tun. Rückblickend frage ich mich, wie verrückt man manchmal ist.

Ich werde sicher keine Schwefelkur mehr machen. Aber brauche ich die Unterlagen noch, um darüber sprechen zu können? Beides landet erst einmal wieder auf dem Stapel. Heute ist nicht der Tag dafür.
Ordnung schaffen
Was heute dran ist: Aktuelles. Ich habe mir vorgenommen, mir im Laufe des Jahres eine klare Übersicht über meine Finanzen und Versicherungen zu schaffen. Heute habe ich dafür die ersten Schritte unternommen.
Handeln statt Denken

Dann packte mich kurz der Rappel – wie man hier im Schwäbischen sagt. Der bemalte Teller mit Schleichtieren, Steinen, Muscheln und einem kleinen Zwerg war staubig. Also alles abgewaschen, getrocknet und wieder an seinen Platz gestellt. Sauber.

Wärme zum Abschluss
Im Sommer hatten wir extrem viele Pfirsiche und haben einige eingefroren. Eigentlich wollte ich Eis daraus machen. Neulich kam mir ein anderer Impuls: Warum nicht Kompott? Gefrorene Früchte mit etwas Wasser aufkochen, zum Beispiel mit Banane. Frisch schmeckt es besser – klar. Aber ein warmes Kompott am Abend, zwischen Ordnern gegessen, wärmt und erinnert an den Sommer.


Ein Tag mit viel Papierkram geht zu Ende. Mit dem guten Gefühl, ein paar Dinge erledigt zu haben.